Ein Lachen für ein Hallelujah

Seit 25 Jahren engagiert sich die Privatstiftung Concordia in Sozialprojekten in den ärmsten Gebieten Europas. Ein Besuch in Rumänien

POLITIK | REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Die "Kinderheime" der Ceauşescu-Ära waren die Hölle. Für Frauen mit weniger als fünf Kindern war Schwangerschaftsabbruch verboten, die dilettantisch unternommenen Abtreibungsversuche führten dazu, dass zahlreiche behinderte Kinder zur Welt kamen, die in Heimen ihrem Schicksal, vielfach auch dem Tod überlassen wurden. Das Ausmaß des Elends gelangte der Weltbevölkerung erst nach dem Sturz des Regimes zu Bewusstsein, als es durch die Auflösung der staatlichen Heime noch verschärft wurde. 1991 wurde auf Initiative des Jesuitenpastors Georg Sporschill der Verein Concordia gegründet, um den Straßenkindern in Bukarest und andernorts zu dem zu verhelfen, was sie so schmerzlich missen mussten: Unterkunft und Essen, (saubere) Kleidung, Bildung, Zuwendung.

Das Erscheinungsbild des Elends hat sich seitdem geändert, verschwunden ist dieses nicht. Statt das Lösungsmittel Aurolac zu schnüffeln, spritzen sich die Kids auf der Straße heute das synthetische Amphetamin Mephedron, an das billig


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