Kommentar Kroatien

Kroatien wird nicht Ungarn werden, zumindest vorerst

VEDRAN DŽIHIĆ | Falter & Meinung | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Weniger als ein Jahr nach den letzten Parlamentswahlen rief man die Bürger in Kroatien am vergangenen Wochenende erneut zu den Urnen. Die großen Verlierer sind die Sozialdemokraten, zuletzt in der Opposition, wo sie wohl auch bleiben werden. Man scherzt dieser Tage in Zagreb, dass nur der Kriegspräsident Franjo Tuđman selbst seiner HDZ in den 1990er-Jahren zu mehr Ruhm verholfen hat als nun der Chef der Sozialdemokraten Zoran Milanović. Dessen Tage an der Parteispitze sind gezählt, nicht zuletzt wegen seines präpotenten Stils.

Die HDZ hingegen, die an der instabilen Regierung der letzten Monate beteiligt war und derentwegen die Koalition auch platzte, ging dennoch als Wahlsiegerin hervor. So wie die österreichische ÖVP oder die deutsche CDU gehört die HDZ zur Fraktion der Europäischen Volksparteien. Anstatt wie zuvor mit dem ehemaligen Geheimdienstler und Rechtspopulisten Tomislav Karamarko ging die HDZ nun mit dem ehemaligen EU-Parlamentarier Andrej Plenković als Spitzenkandidat

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