"Eine gute Pointe ist wie ein Orgasmus"

Medien | INTERVIEW: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016


Foto: Heribert Corn

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Kennen Sie den schon? „Der Vienna City Marathon ist am Sonntag. Das Ergebnis ist ziemlich vorhersehbar. Erster wird irgendein Afrikaner. Und auf den Plätzen zwei, drei und vier landen die Wiener Polizisten, die ihm nachgelaufen sind.“ Erzählt hat ihn Christoph Grissemann in der ORF-Late-Night-Show „Willkommen Österreich“. Ausgedacht hat ihn sich der Weinviertler Jürgen Marschal. Der 33-Jährige erfindet seit 16 Jahren Witze. Sein bisheriges Betätigungsfeld ist breit: Er schrieb und zeichnete Cartoons für das deutsche Satireheft Titanic, produzierte Gags, Gags, Gags für „Willkommen Österreich“, lieferte dem Kabarettisten Klaus Eckel Pointen für die ORF-Sendung „Eckel mit Kanten“ und zählt zur Stammbelegschaft der Online-Satirezeitung Die Tagespresse. Dort schreibt er Falschmeldungen wie: „‚Oje, das kann dauern‘: Fischer muss vor Auszug gesamte Hofburg weiß ausmalen“.

Marschal hat gerade viel zu tun: Die Tagespresse feiert am 20. September Premiere mit einer eigenen Show im Rabenhof, am 27. September strahlt Puls 4 das neue Comedy-Format „Sebergs bestes Stück“ mit dem Kabarettisten Gregor Seberg aus. An beiden Projekten wirkte Marschal maßgeblich im Hintergrund mit. In der Zwischenzeit arbeitet er an einer Neuinterpretation des Satireklassikers „Der Krieg mit den Molchen“ aus dem Jahr 1936, in dem Karel Čapek den Nationalismus anprangert.


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