Buch der Stunde

Ethik, Vernunft und das Glück zu helfen

SEBASTIAN KIEFER | Feuilleton | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Die aufwendige operative Trennung eines siamesischen Zwillingspaares kostet bis zu einer Million US-Dollar. Und jeder, der Bilder solcher bemitleidenswerten Geschöpfe sieht, wünscht, Geld dürfe in so einem Fall keine Rolle spielen. Für denselben Betrag könnte man aber auch mehreren tausend Kindern in Afrika und Asien das Leben retten.

Es sind teils grausame Alternativen, vor die uns die kleine, aber hoch gebildete und aktive Bewegung der effektiven Altruisten stellt: Ihr Protagonist, der australische Moralphilosoph und Vorkämpfer für Tierrechte Peter Singer, hat nun eine Einführung in dieses Konzept vorgelegt. Seine Stärke ist das Argument, nicht die Gesinnung. Aus dem universalistischen Ansatz folgt beispielsweise, dass jeder verpflichtet ist, alles, was über einen Sockelsatz von Wohlstand hinaus zur Verfügung steht, mit Bedürftigen zu teilen. Nicht aus Opferbereitschaft, sondern aus Einsicht.

Das Buch soll beweisen, dass rationale Nutzenkalküle, aber auch schmerzliche Güterabwägungen

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