Nüchtern betrachtet

Als ich mich wieder mal verlief (mit Cliffhanger)

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Die Berufsgruppe der Wahlkartensacklpicker ist derzeit schwer im Verschiss, da möchte ich nur ungern in dieselbe Kerbe hauen und stattdessen lieber einmal anmerken, dass es um die Qualifikation der Wanderwegmarkierungsmaler hierzulande auch nicht eben zum Besten bestellt ist. Da darf ja offensichtlich jeder ran, der Rot von Grün unterscheiden und einen Pinsel in einen Farbtopf tunken kann.

Ich finde, das ist zu wenig, und würde daher die Einführung sowie die zwingend positive Absolvierung des Ypsilon-Tests ins Standardprogramm der Wanderwegmarkierungsmaleraufnahmeprüfung anregen wollen: Wenn sich ein Weg gabelt (in der fachspezifischen Notierung: I Y), wo soll dann jene Markierung angebracht werden, die klarstellt, dass der rote Weg nach rechts abbiegt? Korrekte Antwort aus dem "Handbuch des Markierungswesens"(1974):"entweder in Form eines Pfeiles oder richtungsweisenden Winkels am Gabelungspunkt oder wenige Meter nach ebendiesem an gut einsehbarer Stelle des entsprechenden Y-Astes


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