Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Normos

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Gute Nachrichten für alle die sich kränken, weil sie so öde sind und zum Beispiel beim Sex keinem Fetisch frönen. Die, die sich erregen können, ohne dabei an Schuhen zu riechen, jemanden hauen wollen, selber auf ein paar Watschen stehen oder gerne in Latex gehüllt sind. Die, die nichts als nur Sex mit sich und dem anderen haben wollen, sie haben auch einen Namen: Das sind Normophile. Ich habe das aus dem englischen "normophilic" übersetzt. Wenn das in Wirklichkeit auf Deutsch anders heißt, bitte mir nicht mitzuteilen, ist mir wurscht. Nun kann man also auch mit einer Bezeichnung punkten, wenn beim Turteln über Vorlieben geflüstert wird. Man sagt nicht mehr, hallo, mir reicht reinstecken, danke. Sondern man sagt: Oh -ich muss dir was sagen, ich hoffe, du kannst damit umgehen: Ich bin normophil.

Weiters kann ich einen Anreiz geben für alle, die sich gerade um ihre Winterfitness bemühen: 25 Prozent der Leute, die einmal pro Woche ins Fitnessstudio gehen, finden dort innerhalb von einem Jahr einen Sexpartner. Okay. Die Statistik spricht daher vermutlich eher für einen Barbesuch stattdessen.


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