Fragen einer Zeitung lesenden Adeligen

Martin Prinz' Roman über "Die letzte Prinzessin" interessiert sich für zu viel und zu wenig zugleich

Feuilleton | BUCHKRITIK: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Sie kam 1883 als Erzherzogin Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela von Österreich und einzige Tochter des Kronprinzen Rudolf zur Welt, der sich das Leben nahm, als Elisabeth fünf Jahre alt war. Durch ihre "unstandesgemäße" Ehe mit dem um zehn Jahre älteren Otto zu Windisch-Graetz, die seitens ihrer Familie auf Widerstand gestoßen war, schied die Lieblingsenkelin von Kaiser Franz Joseph I. aus dem Haus Habsburg-Lothringen aus und verzichtete damit auf alle Ansprüche.

Die bald gescheiterte, aber nominell langlebige Ehe mit dem notorisch untreuen Gatten hatte einen erbitterten Sorgerechtsstreit um die vier gemeinsamen Kinder zur Folge, der erst 1924 beigelegt wurde. Da lebte Elisabeth schon mit ihrem späteren Ehemann zusammen, dem niederösterreichischen Landtagsabgeordneten Leopold Petznek. Durch ihn kam sie in Kontakt zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP), der sie 1925 beitrat.

Bekannt mit Bruno Kreisky und der Widerstandskämpferin Rosa Jochmann, engagierte sie sich


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