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Joerg Burgers beglückende Doku "Un solo colore"

Lexikon | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Während einer Fahrt entlang der Küstenstraße ist die Stimme einer Frau zu hören, die von ihrer abenteuerlichen Flucht über das Ionische Meer berichtet. 23 Stunden haben sie und ihre Kinder ums Überleben gekämpft, ehe sie von einem Kriegsschiff gerettet und nach Italien gebracht wurden. 15 Kilometer im Landesinneren liegt Camini, der Schauplatz von "Un solo colore", der neuen Arbeit des österreichischen Kameramanns und Dokumentarfilmers Joerg Burger. Die kleine Gemeinde gleicht, wie so viele Dörfer in der Provinz Reggio di Calabria, einer Geisterstadt: menschenleere Straßen und verfallene Häuser, deren Besitzer nach Frankreich oder nach Amerika emigriert sind. Zugleich ist Camini auch ganz anders als der Rest des Landes: Während die Solidarität der Europäischen Gemeinschaft von der "Flüchtlingswelle" hinweggerissen wurde, sehen Giusi und Rosario, die Initiatoren des Projekts "Un solo colore", die Aufnahme von Migranten als große Chance für ihre Heimatgemeinde. Camini schafft das!

Ab Fr im Metro-Kinokulturhaus (OmU)


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