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Feuilleton | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Zinggls Masterplan

Der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl legte seine Vorschläge zu einer Reform der Bundesmuseen vor. In dem Papier kritisiert er die Ausgliederung der Institutionen aus der staatlichen Verwaltung. Anders als versprochen, sei damit für den Staat keine Einsparung verbunden gewesen. Auf die Jahre verteilt entspreche die Anhebung der Basisabgeltung in etwa der Inflationsrate. Die schleichende Aufstockung der staatlichen Zuwendungen gehe auf Kosten des gesamten Kulturbudgets. "Die kulturelle Vielfalt wird der Konzentration auf die staatseigenen Großeinrichtungen geopfert", schreibt Zinggl.

Der Politiker kritisiert neben zu hohen Eintrittspreisen und Direktorengehältern auch die sinnlose Konkurrenz zwischen den Häusern und schlägt die Zusammenlegung der Sammlungen in fünf Institutionen vor. Das Kunsthistorische Museum sollte sich um die Grafiken und Gemälde von der Renaissance bis Ende des 19. Jahrhunderts kümmern. Ein Museum für Österreich um 1900 würde die Kunst


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