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"Welche Fremde kommen wirklich nach Österreich und was wollen sie hier?"

Politik | INTERVIEW: FLORIAN KLENK | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Notverordnung, Mindessicherungsdebatte, Misere im Bildungssystem: Österreichs Politik ist von Einwanderung dominiert. Worüber reden wir eigentlich?

Falter: Herr Pesendorfer, der Wahlkampf dreht sich auch um Einwanderung. Ist sie für uns nun wichtig oder gefährlich?

Konrad Pesendorfer: Unser Bevölkerungswachstum ist auf Zuwanderung zurückzuführen. Wir haben in den letzten 40 Jahren drei Wellen erlebt. In den 60ern und frühen 70ern luden wir Gastarbeiter zu uns, meist wenig gebildete Menschen aus der Türkei und Jugoslawien. Damals verzeichneten wir eine Nettozuwanderung von bis zu 35.000 Personen pro Jahr. Die zweite Welle ...

Pesendorfer: ... war die Flüchtlingswelle aus dem Balkankrieg. Hier kamen ganz andere Menschen zu uns -sie gehörten nicht einer einzigen Schicht an, hatten oft schon Verwandte im Land, ihre Bildungsstruktur war durchmischter. Frauen wurden stärker ins Arbeitsleben integriert. Das geschah bei Türkinnen in deutlich geringerem Ausmaß. Die dritte Einwanderungswelle


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