Ausstellung Vernissage

Stammeskunst mit kritischem Kommentar

Lexikon | NS | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Der Sammler Rudolf Leopold hatte neben seiner Passion für Egon Schiele noch viele andere Steckenpferde, eines davon war die Stammeskunst. Für die Schau "Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien" werden nun die hauseigenen Bestände von Erwin Melchardt, selbst Tribal-Art-Spezialist, aufgearbeitet und in den Kontext der klassischen Moderne gestellt. Wurden doch Maler wie Pablo Picasso, oder Emil Nolde stark bei ihrer Suche nach neuen Formen von den Skulpturen, Masken und rituellen Objekten der einst als "primitiv" bezeichneten Kulturen beeinflusst. Einen kritischen zeitgenössischen Kommentar zur Thematik liefert der Künstler Kader Attia, der die Kolonialgeschichte mit der Gegenwart verknüpft.

Leopold Museum, Do 19.00 (bis 9.1.)


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