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Musikvereins-Auftakt mit Jordan und Petrenko

HR | Lexikon | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Als Musikdirektor der Pariser Oper und Chefdirigent der Wiener Symphoniker zählt Philippe Jordan mit Anfang 40 zu den etabliertesten Dirigenten seiner Generation. In Paris leitete er etwa "Pelléas et Mélisande", "Le Roi Arthus" und den "Rosenkavalier", mit "Arabella" war er an der Bayerischen Staatsoper erfolgreich, auch mit Konzerten am Teatro alla Scala und bei den Luzerner Festspielen. Einer Aufnahme von Verdis Requiem mit dem Pariser Opernorchester wird auch ein Konzert mit den Wiener Symphonikern und dem Singverein mit diesem Werk im Oktober folgen.

Bereits jetzt bietet der Dirigent mit dem Orchestre de l'Opéra national de Paris symphonische Auszüge aus Wagners "Ring des Nibelungen", beginnend mit dem Einzug der Götter in Walhall über den Walkürenritt, Wotans Abschied und Feuerzauber, dem Waldweben, Siegfrieds Rheinfahrt, dem Trauermarsch, bis zur Schlussszene der Brünnhilde aus der "Götterdämmerung". Eine weitere Matinee des Orchesters gehört Prokofjew, Ravels Klavierkonzert und Mussorgskis "Bildern einer Ausstellung" in der berühmten Ravel-Instrumentation.

Noch einer der ganz Großen, ungefähr gleichaltrig mit Jordan, gastiert zum Saisonauftakt im Musikverein. Der als Nachfolger von Sir Simon Rattle designierte Chef der Berliner Philharmoniker ab 2018, der Russe Kirill Petrenko, der neben seiner Heimatstadt Omsk übrigens in Wien studierte, leitet das Gastspiel eines weiteren herausragenden Opernorchesters, des Bayerischen Staatsorchesters - an der Bayerischen Staatsoper ist Petrenko seit 2013/14 Generalmusikdirektor. Gesungen von der großen Sopran-Diva Diana Damrau, werden die berührenden "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss, zuvor Wagners Meistersinger-Ouvertüre sowie die Sinfonie Nr. 5 von Peter Iljitsch Tschaikowski zu hören sein.

Musikverein, Sa 19.30, So 11.00


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