"Martin war ein Arbeitstier"

Der Künstler Martin Kippenberger war für Exzesse bekannt. Sein Wirt und Freund Attila Corbaci erinnert sich

Feuilleton | INTERVIEW: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 37/16 vom 14.09.2016

Als der deutsche Künstler Martin Kippenberger 1997 starb, begann sein Werk erst richtig bekannt zu werden. Die Bilder, Installationen und Grafiken haben einen großen Einfluss auf die Gegenwartskunst, die großen Museen organisierten in den letzten Jahren Retrospektiven.

Zu Lebzeiten war Kippenberger vor allem für seine Exzesse bekannt. Lokale waren für ihn zugleich Atelier und Bühne, so auch in Wien. Hier lebte Kippenberger Mitte der 1980er und die letzten Jahre seines Lebens. Anlässlich der Retrospektive im Bank Austria Kunstforum fragten wir bei dem Wirt Attila Corbaci nach, wie das war mit Kippenberger.

Falter: Herr Corbaci, wie haben Sie Martin Kippenberger kennengelernt?

Attila Corbaci: Im Berliner Restaurant Exil, wo ich gearbeitet habe und das von Ossi und Ingrid Wiener und Michel Würthle betrieben wurde. Kippenberger ist dort im Jahr 1978 aufgetaucht. Er hat damals in einer Loftwohnung in Kreuzberg Kippenbergers Büro gegründet. Da wohnten Gisela Capitain, die heute Galerien


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