Nüchtern betrachtet

Ich rate, vor der Ortstafel Reith rechts abzubiegen

Feuilleton | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Wir erinnern uns: Vergangene Woche stand ich wie bestellt und nicht abgeholt in der Landschaft - ungeduscht, geduzt und ausgebuht, von Buntspechten angeschnauzt und von Bussarden ausgekrächzt. Mein rot markierter Weg hatte sich irgendwann verabschiedet, also beschloss ich, einfach bergauf zu gehen. Bin ich erst einmal oben, so dachte ich, dann wird sich alles Weitere finden.

So kam es, dass ich auf den Gösing gelangte. Hatte ich nicht unbedingt hingewollt, aber egal. Der Gösing - nicht zu verwechseln mit dem Alpenhotel, in dem sich Langzeitehepaare jenseits der 45 gegenseitig beim Bouteillenwegmachen zusehen -ist ein Mugel von 898 Metern Höhe. Er hat keinen Gipfel, aber dort, wo der Mugel aufhört, steht ein Gipfelkreuz, und daneben saß praktischerweise ein Wanderpaar mit GPS, das mich zuerst "da lang" und dann "nein, dorthin" schickte, wobei sich "nein, dorthin" glücklicherweise als richtig erwies, sodass ich bereits vor zwölf Uhr vor dem Naturfreundehaus saß und mein Zwiebelschmalzbrot

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