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"Wie viel Geld geben wir eigentlich für Forschung aus und wie wird es investiert?"

Politik | INTERVIEW: FLORIAN KLENK | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Die Unis öffnen dieser Tage wieder. Reden wir über Forschung und Entwicklung.

Falter: Herr Pesendorfer, Österreich hat ein Wirtschaftswachstum von nur einem Prozent, EU-weit sind es zwei Prozent. Was läuft schief?

Konrad Pesendorfer: Wir haben in den letzten Jahrzehnten den Aufbau unseres Wachstumspotenzials vernachlässigt: hochqualitative Bildung und strategische Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E). F&E bezeichnet schöpferische Tätigkeiten, die nach wissenschaftlichen Methoden vorgenommen werden, im Produktionsbetrieb, aber auch im Bereich der Dienstleistung. Bei diesen Tätigkeiten kann man tolle Erfindungen landen, muss aber auch scheitern können.

Sind wir bei der Unterstützung jener, die bei ihren Forschungen scheitern, zu zurückhaltend?

Pesendorfer: Ja, wir müssen akzeptieren, dass ein Unternehmen, das erfolgreich forscht, zunächst mehrmals scheitern kann. Durch Scheitern lernt man dazu. Scheitern ist bei uns aber immer noch verpönt.

Wir gehen zu wenig Risiko ein


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