Nach Simmering kommt nichts mehr

Ausgerechnet in Wien, der Homebase von FPÖ-Chef Heinz- Christian Strache, hat die FPÖ ein Mobilisierungsproblem

Falter & Meinung | KOMMENTAR: NINA HORACZEK | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Besser hätten die Bedingungen nicht sein können. Eine groß politische Wetter lage, in der die "Flüchtlinge willkommen!"-Rufe von vergangenem Herbst längst von Skepsis und teils offener Ablehnung abgelöst wurden. Dazu ewiger Streit in der Regierungsspitze und großer EU-Frust im Land.

Mikropolitisch sah es für die FPÖ in der Leopoldstadt, in der vergangenen Sonntag die Bezirksvertretungswahl wiederholt werden musste, ebenso gut aus: Mit dem Praterstern als zentralem Wahlkampfthema gab es einen aufgelegten Elfer für die Blauen. Schließlich zählt der Kampf gegen die Obdachlosen, die Drogenund Alkoholabhängigen und in letzter Zeit auch die Asylwerber, die auf diesem Stadtbahnhof abhängen, seit Jahren zu den Kernthemen der Freiheitlichen. Seit im April Jugendliche aus Afghanistan eine junge Frau auf der Toilette des Bahnhofs vergewaltigt hatten, war der Praterstern zum Synonym für durch Flüchtlinge importierte Gewalt geworden. Als wäre das nicht genug, kam auch noch das Thema


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