Der Zauber der Zombies

Das Wiener Slash-Filmfestival setzt ab kommendem Freitag wieder auf Horror-, Fan- und Trashkino

Feuilleton | VORSCHAU: MARTIN THOMSON | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Jedes Jahr zu Herbstbeginn, so munkelt man, trage sich etwas Mysteriöses im Filmcasino zu. Für zehn Tage werde das Lichtspielhaus von einem wiederkehrenden Spuk heimgesucht. Geister, Zombies, Mörder und Monster würden plötzlich auf der Leinwand ihr Unwesen treiben. Allerdings reagierten die Gäste nicht mit Flucht, sondern suchten die direkte und andauernde Konfrontation mit ihnen.

Diese auch heuer wieder veranstaltete Séance hört auf den Namen "Slash". Nur ein Filmfestival, beteuern rationale Zeitgenossen. Doch wenn sie im Kino sitzen, erschrecken auch sie sich über Psychopathen, die die mannigfaltige Zerstörbarkeit des menschlichen Körpers demonstrieren, oder gruseln sich beim Anblick fantastischer Welten, um deren Irrealität sie zwar wissen, in denen sie aber trotzdem ihre nur unvollständig überwundenen Ängste widergespiegelt sehen.

Während die anderen Festivals aus der Region von Kunst-und Doku-Filmen dominiert werden, steht hier ausschließlich das internationale Genre-,


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