Kolumne Außenpolitik

Eine sozialdemokratische Hoffnung riskiert den Absturz

FRANZ KÖSSLER | Falter & Meinung | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Mehr als die große sei er die letzte Hoffnung Italiens -sagten viele in Europa, als Matteo Renzi im Februar 2014 Regierungschef wurde. In diesem Herbst müssen die Italiener in einer Volksabstimmung über Renzis größte Reform, die Abschaffung des Senats, entscheiden. Und damit vermutlich auch über Renzis Zukunft. Das Risiko, dass er abstürzt, ist groß. Auch deshalb fordert er lautstark eine Abkehr der EU von der Austeritätspolitik.

Renzi und sein Team sind jung, dynamisch, gehören zum moderaten Flügel der Demokratischen Partei. Sie kommen aus der christdemokratischen Tradition mit einem Draht zum konservativen Lager. Das sollte von Vorteil sein: Bei den Wahlen hatten die Sozialdemokraten nur im Abgeordnetenhaus eine Mehrheit erreicht, im Senat sind sie auf Stimmen aus dem rechten Lager angewiesen.

Seit 2014 hat Renzi eine Reihe von Reformen durchgesetzt, die ihm Applaus von anderen EU-Regierungen und Anfeindungen aus den eigenen Reihen brachten. Er liberalisierte den Arbeitsmarkt

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige