Ekelhafter Fraß

In der modernen Publizistik zählen starke Bilder und kurze Texte. Auch im Bereich Kochen

GERICHTSBERICHT: WERNER MEISINGER | Stadtleben | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Ich habe die Drachenwand bestiegen und bin im Wrack der Rhone getaucht, bin von Felsen in Wildbäche gesprungen und habe dem Hai ins kalte Auge geschaut. Im Vergleich zu den Unternehmungen von Dschingis Khan und David Livingstone sind das zwar keine Heldentaten, aber ein feiger Hund bin ich auch nicht.

Dennoch jagen mir kalte Schauer der Angst über den Rücken, wenn ich die sozialen Schwätzwerke durchstreife. Es fröstelt mich vor einer Gefahr, die das Gebäude der Zivilisation zum Einsturz bringen wird. Die Gefahr ist das Monster Freiheit.

In den sogenannten sozialen Netzwerken zeigt sich ebenso wie im sogenannten Islamischen Staat, wohin es führt, wenn ein Raum ohne Gesetz dem freien Walten roher Kräfte überlassen wird. Es kommt zu einer Eskalation der Gewalt, in der auf krasse Äußerungen immer noch krassere folgen. Das härtere Bild erschlägt das weichere. Enthauptungsvideos behaupten sich hervorragend. Die einfachere Botschaft setzt sich gegen die lediglich einfache durch. "Abendland

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