Biobier is ned deppert

Immer mehr Biobiere finden sich auf dem Markt. Was braucht ein Bier, damit es bio ist?

ERKLÄRUNG: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Im Grunde ist es einfach: Wenn Hopfen und Malz für ein Bier ausschließlich aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, darf eine Brauerei dieses als Biobier etikettieren. Das besagt die EU-Bioverordnung, die als Basis für alle europäischen Brauer so etwas wie den kleinsten gemeinsamen Bionenner darstellt. Ausgeklammert sind Hefe und Wasser. Letzteres wird in der Regel beim Brauen aufbereitet und die Hefe muss lediglich gentechnikfrei sein. Etwas härter sind die österreichischen Richtlinien: Auch sie beschränken sich auf Malz und Hopfen, in der Landwirtschaft gelten jedoch strengere Auflagen als in der EU-Verordnung.

Die höchste Stufe, die Biobier erreichen kann, ist eine Demeter-Zertifizierung. Hier wird der Bio-und Nachhaltigkeitsgedanke sehr ernst genommen. Die Bauern, die das Getreide für das Bier liefern, müssen etwa am Hof Kreislaufwirtschaft praktizieren und mindestens ein paar Tiere halten. Weiters sind in der Produktion sonst übliche Schnellgärverfahren oder Filterhilfsmittel


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