Utopien zur Rettung der Welt

Um den Klimawandel noch in den Griff zu bekommen, braucht es eine Revolution und eine Veränderung der Gesellschaft. Zeit, darüber nachzudenken

APPELL: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Beginnen wir mit einer Dystopie, also einer Horrorvision der Zukunft. Die Temperatur ist angestiegen, auf der ganzen Welt haben Dürren Felder ausgetrocknet und Lebensmittel verknappt. Die Trinkwasserressourcen gehen zur Neige, in Entwicklungsländern verdursten und verhungern Millionen von Menschen. Indien hat China den Krieg erklärt, weil China den Fluss Yarlung Tsangpo in den trockenen Norden des Landes umgeleitet hat und kein Wasser mehr in den fruchtbaren Osten Indiens fließt. Damit bekämpfen sich die zwei bevölkerungsreichsten Länder, in denen insgesamt 2,6 Milliarden Menschen leben.

Es ist der größte aller Konflikte, die auf der Welt im Kampf um lebenswichtige Ressourcen toben. In Europa raffen inzwischen Hitzewellen jährlich hunderttausende Kranke und Alte dahin -die Hitzeperiode von 2003 in Frankreich, die 15.000 Franzosen nicht überlebten, war nur ein leiser Vorgeschmack. Und immer mehr Klimaflüchtlinge nehmen Kurs auf die Festung Europa, weil ganze Landstriche verwüsten


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