Ab in den Maulwurfsbau! Drei Wochen Kunst starten eigenwillig gut

Lexikon | FESTIVAL-VORSCHAU: MARIA MOTTER | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Zur Eröffnung lädt der Steirische Herbst diesen Freitag in eine eigenwillige Unterwelt: Der als "Bildtheatermagier" gefeierte französische Regisseur Philippe Quesne baut einen Maulwurfshügel in die Grazer Helmut-List-Halle. "Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland)" wird tags darauf erneut begangen (Sa, 19.30).

Als Leitmotiv hat das Festival heuer "Wir schaffen das. Über die Verschiebung kultureller Kartografien" gewählt. Auf Europa und sein Verhältnis zur Welt wird in Performances, Ausstellungen und in der Konferenz ("Welcome to the former West", Graz, Orpheum, 8. und 9.10.) geblickt. Milo Raus tolles Stück "Empire", der dritte Teil einer Europa-Trilogie, hat Österreich-Premiere (Graz, Schauspielhaus, 14. und 15.10.). Die Choreografin Elisabeth Bakambamba Tambwe setzt für die Performance "Pink Eye" bei sich selbst an, das macht auch Julian Hetzel. Ausgehend von seiner "Schuld als weißer, deutscher Mann" hat der Künstler die "Schuldfabrik" entwickelt. Im zugehörigen Concept-Store gibt es Seifen aus menschlichem Körperfett als Limited Edition zu kaufen.

Unter den musikalischen Herbst-Gästen fnden sich Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten (im Rahmen des Musikprotokolls: Graz, Dom im Berg, 6.10.) sowie Natalie Ofenböck und Der Nino aus Wien, die "Das grüne Album" präsentieren, eine Auftragsarbeit mit Liedern über die Steiermark (Präsentation: Leibnitz, Marenzikeller, 30.9.). Der Club Panamur indes bringt Clubmusik etwa aus Bahrain, schamanistischen Rave sowie Moddi, der Lieder spielt, die andernorts verboten sind.

Steirischer Herbst, 23.9. bis 16.10., steirischerherbst.at


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