Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Clemens-Hofbauer-Platz - im Schatten des Mannerhorns

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 38/16 vom 21.09.2016

Okay, Wien hat also einen Heiligen. Einen Priester und Prediger aus Südmähren, Klemens Maria Hofbauer, der als der "Apostel von Wien" bekannt wurde und nach dem 1894 ein Platz in Hernals benannt wurde.

Der ist hübsch, der Platz, eine Backsteinkirche, ein großer Spielplatz, auf dem sich's am Nachmittag ordentlich abspielt. Essensmäßig hält man sich aber offenbar ans Fastengebot, von den vielen kleinen Greißlereien, Obst-und Gemüsegeschäften rundherum gibt es nur mehr verblichene Aufschriften und Markisen, die seit 25 Jahren nicht mehr aufgespannt wurden. Und auch Frau Prochazka vom Gasthaus Prochazka wird mit Ende des Jahres wahrscheinlich aufhören. Eine Registrierkasse mache bei ihr keinen Sinn, sagt sie, viele ihrer Gäste ließen anschreiben, das gehe mit einem modernen Boniergerät nicht, sagt sie. Manchmal koche sie noch, Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, Schnitzel, Cordon bleu. Sie habe das Gasthaus schon inseriert, man werde sehen ...

Kein Kirchenwirt mehr

Gegenüber,


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