Neue Bücher Weltliteratur und österreichischer Film

Feuilleton | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Tim Parks ist Romancier, Übersetzer, Kritiker und Hochschullehrer. Daraus speisen sich seine ungewöhnlichen Ansichten über Literatur. In "Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen" lädt er uns dazu ein, diese zu besichtigen. Er erklärt, warum die neue Weltliteratur langweilig und globalisiert daherkommt, wie die literarische Preisökonomie funktioniert und warum Geld erfolgreiche Schriftsteller schlechter macht.

Auch eine Psychologie des Lesens entwirft er in aller Kürze, und er geht der ewigen Geschmacksfrage nach. Sehr bald zeigt sich: Sehr viel von Parks' frischen Ideen gründet sich auf rein persönlicher Erfahrung und Enttäuschung. Mitnichten entwertet das seine Thesen, aber seine witzigen und hämischen Desavouierungen wirken dadurch schal. Sprich: Parks setzt sich dem Verdacht aus, an einem unglücklichen Bewusstsein zu laborieren und dieses auf die Literatur zu projizieren. FLORIAN BARANYI

Tim Parks: Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen. Kunstmann,

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