Theater Kritiken

Selbst ist die Frau, sagt Maxi Blaha

Lexikon | Tobias Holub | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Wenn Soloaktrice Maxi Blaha in ihren mehrstimmigen Monolog verfällt, weiß man nicht immer, ob sie gerade Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek oder sich selbst mimt. "Es gibt mich nur im Spiegelbild" zeichnet in den Schnittpunkten der beiden Autorinnen das Stereotyp der introvertierten, schreibenden Frau und zeigt gesellschaftliche Missstände und inneren Konflikt auf. Die angeprangerte männliche Dominanz im Literaturbetrieb wird durch die pure Existenz dieses Abends leicht reduziert. Unterstützung gibt es nur durch Simon Raab am Flügel. Das passt zwar nicht zum Thema, das virtuos chaotische Geklimper fügt aber glaubhaft eine dritte Ebene der Schizophrenie hinzu, während Frau Blaha mit sich selbst diskutiert.

Theatermuseum, Fr 20.00


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