Kommentar Rathauspolitik

Wie es "uns" gefällt: Stadträtin Ulli Sima und die Architektur

Maik Novotny | Falter & Meinung | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Dass die Aussagen von Umweltstadträtin Ulli Sima im Falter-Interview letzter Woche zum Thema Architekturwettbewerbe auf herbe Kritik stoßen würden, war abzusehen. Architekturwettbewerbe seien teuer, so Sima, es würden "viele Architekten zum Zuge kommen", und womöglich wählte die Jury einen Entwurf, der "uns als Bauherrn" dann gar nicht passe.

Einen Tag später antwortete die Architektenkammer mit einer Aussendung: Es gebe hier wohl ein grundlegendes Missverständnis, was Öffentlichkeit und Architekturwettbewerbe beträfe. Die Stellungnahme hätte schärfer sein können, denn bei Simas Bemerkung, "wir als Bauherr" hätten ein missliebiges Wettbewerbsergebnis "dann einfach nicht umgesetzt", muss man sich schon ungläubig an den Kopf fassen.

Öffentliche Wettbewerbe macht man schließlich nicht aus Spaß, und man kann ihre Ergebnisse auch nicht wie ein Spielzeug wieder in die Ecke werfen. Eigentlich. In der Praxis geschieht dies leider oft genug, obwohl Wettbewerbe vom Bundesvergabegesetz

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