Boulevard ohne Bruhaha

Gut gemachte Unterhaltung: Der Theatermacher Jethro Compton eröffnet die englischsprachige Programmschiene des Rabenhofs mit einer Westerntrilogie

Vorschau: Martin Pesl
Feuilleton, FALTER 39/16 vom 28.09.2016

In einem winzigen Probenraum im Londoner Bezirk Southwark bereitet Jethro Compton einen Durchlauf von "The Rattlesnake's Kiss" vor, Teil drei seiner "Frontier Trilogy". Er weist die Souffleuse an, keinesfalls Text einzusagen, bevor sie ein Schauspieler mit dem Wort "Line!" dazu auffordert.

Während die Akteure, drei Männer und eine Frau, gedankenverloren mit Pistolen hantieren, schiebt Compton provisorische Requisiten im Raum herum. Die echten sind unterwegs nach Wien, wo die Trilogie den Oktober über in einer eigens hergerichteten Außenstelle des Rabenhoftheaters zu sehen sein wird, auf Englisch und ohne Übertitel.

Rabenhoftheater-Direktor Thomas Gratzer startet mit "The Frontier Trilogy" die Reihe "fringe@rabenhof". Er zeigt Produktionen, die ihm 2015 beim legendären Off-Theater- und Stand-up-Comedy-Festival Fringe im schottischen Edinburgh gefielen. "fringe@rabenhof" ist eine überraschende Schiene in dem sonst nicht unbedingt international ausgerichteten Haus.

Jethro Compton und sein

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