Perlen in der Geisterbahn

Zur Eröffnung der Kunstmesse Parallel Vienna kamen tausende Besucher in die Alte Post und suchten nach den kommenden Stars

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Dutzende Hände griffen nach dem Körper des Kulturministers, rissen Thomas Drozda in Windeseile mehrere Stockwerke nach oben. Die Wiener Künstlergruppe Gelitin installierte bei der Eröffnung der alternativen Kunstmesse Parallel Vienna in der Alten Post auf der Dominkanerbastei den "Menschlichen Aufzug", ein Werk, das während eines Los-Angeles-Aufenthalts 1999 entstanden war. "Human Elevator", eine verspielte Gruppenskulptur, besteht aus einem turmartigen Baugerüst, auf dem Assistenten die Gäste in die Höhe hieven. Auch der Minister meldete sich zum vertikalen Stagediving.

Zur Eröffnung des sechstägigen Events kamen am vergangenen Dienstag tausende Menschen. Die Warteschlange vor dem Eingang war so lang, dass sich einige Besucher noch zum Nachmittagstarif von fünf Euro angestellt hatten und dann zehn Euro Eintritt zahlen mussten, weil sie erst nach 18 Uhr reinkamen. Unter dem überwiegend studentischen Publikum löste der unerwartete Preissprung einiges Murren aus.

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