Alles, was leuchtet

Wenn ein gestandener Margaretener Techniker auf hippe Designerinnen trifft, ist Vienna Design Week

Stadtleben | Schlaglicht: Lukas Matzinger | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Heute nennt man es Wirtschaftswunder, wie es Europa vor 50 Jahren gelang, sich vom Elend der Nachkriegszeit zu erholen. Die Menschen erfreuten sich an der Freiheit, kauften und investierten, viele sperrten eigene Geschäfte auf. Die Straßen und Städte begannen die Formen anzunehmen, denen sie heute folgen. Das Leben war wieder bunt geworden.

Es war zu jener Zeit, in den 50er- und 60er-Jahren, als sich die Neon-Technik über den Kontinent verbreitete. Kaufleute wollten durch die bunten Schilder die Vorzüge ihrer Lokale bewerben - was sich verkaufen sollte, musste leuchten. Die Neonröhre gehörte bald zum Stadtbild und war Teil eines neuen, optimistischen Lebensgefühls. Auch in Wien begannen damals die ersten Schildermaler, Glasrohre zu biegen und mit Gasen zu füllen, die unter elektrischer Spannung leuchten. Der Handel mit Neonröhren fluoreszierte.

Heute ist das anders. Inzwischen gilt Neon als überholt, teuer und weniger nachhaltig als allgegenwärtige LED-Lampen. Es ist zum Retro-Gag


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