Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Kundmanngasse -ein endemisch-kulinarisches Biotop

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Das Kundmann-Grätzel ist eine fast hermetisch abgeschlossene Sphäre zwischen Erdberger Lände, Industriegebiet, dem undurchdringlichen Rochuspark-Block und der barocken Barrikade der Rasumofskygasse. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für lebendige Gastronomie, noch dazu mit den Magneten Rochusmarkt und Landstraßer Hauptstraße in unmittelbarer Nähe, aber ein bisserl was findet man schon.

An der vorgeschobenen Spitze des Grätzels zum Beispiel das Café Zartl, eines der ganz wenigen wirklichen Kaffeehäuser im dritten Bezirk, unendlich retro, sehr von Stammgästen besucht und mit einer klassischen Wiener Küche ausgestattet, deren Preisgestaltung auch irgendwann Ende des vorigen Jahrtausends eingefroren scheint. In der Hörnesgasse, in der ehemaligen Taverne Lefteris, einem der besten griechischen/kretischen Lokale Wiens, befindet sich seit Frühling ja das libanesische Al Zaytouna. Da wurde kräftig umgebaut, das Lokal in einen palastartigen Speisesaal verwandelt, das, was gekocht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige