Die Zutaten, um die Medien zu stärken

Will die Politik Vielfalt und Qualität in Österreichs Medien fördern, muss sie in die Redaktionskultur investieren

Falter & Meinung | Gastkommentar: Josef Trappel | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Die Presseförderung ist ein politisch heißes Eisen, denn hier müssen diejenigen über Fördergeld entscheiden, die von den Geförderten kontrolliert werden sollen. Freundliche Medienberichterstattung im Austausch gegen Fördergeld ist für Demokratien das Letzte. Das gilt für Medienförderungen wie auch für Werbegelder. Willfährige Medienberichterstattung im Austausch gegen Inserate ist inakzeptabel, selbst wenn das Geld dafür aus der Wirtschaft kommt.

Presse-und Medienförderung ist in der Politik unbeliebt, umso erfreulicher ist das Engagement des Medienministers Thomas Drozda (SPÖ). Seine Enquete zu dem Thema war ein mutiges Lebenszeichen. Doch die Ergebnisse geben keinen Anlass zu Euphorie. Die Positionen sind verhärtet: Auf der einen Seite lehnen die Verlage des Boulevards Förderung kategorisch ab. Sie haben bisher am wenigsten davon profitiert. Als Ersatz haben sie die Inserate der öffentlichen Hand kultiviert. Allein die Krone erhielt 2015 von der öffentlichen Hand über


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