Stadtrand Urbanismus

Slow Food: Wien muss Turin werden!

Barbara Tóth findet, dass sich Wien eine Slow-Food-Messe verdient

Stadtleben | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Eben zurück aus Turin von der Terra Madre, der Biennale für alles, was mit Slow Food zu tun hat, fragt man sich, wieso es Wien nicht gelingt, etwas auch nur annähernd Vergleichbares auf die Beine zu stellen. Gut, dieses Wochenende startet das Vienna Food Festival, aber das ist ein Streetfoodfest mit Musik. Nett, aber ohne ideologischen Anspruch.

Terra Madre, das heißt: Vier Tage lang geht es in der piemontesischen Stadt um Esskultur und um Nachhaltigkeit. Dabei kann man an hunderten Standln Produkte aus der ganzen Welt verkosten. Vom Ultra-Naturkäse aus Frankreich bis hin zu afghanischen Trockenfrüchten. Diskutiert wird über faire Produktionsbedingungen, die Macht von Food-Konzernen, über Slow Fisch. Denn die Slow-Food-Bewegung ist mehr als eine Gourmet-Fress-Partie. Sie versteht sich als hochpolitisches Projekt.

Schade, dass es das rot-grüne Wien seit fünf Jahren nicht schafft, eine eigene Slow-Food-Messe auf die Beine zu stellen. An Initiativen und Produzenten mangelt es jedenfalls nicht. In Turin präsentierte sich Slow Food Österreich nämlich sehr ordentlich.


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