Ein Gipfel für den Notfall

Europäische Spitzenpolitiker trafen sich im Bundeskanzleramt bei Christian Kern, um über die Flüchtlingsfrage zu beraten. Sie sparten dabei das Wichtigste aus - die Zukunft des EU-Türkei-Deals


Analyse: Nina Brnada
Politik | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Kameraleute, die zuvor noch tratschten, fokussieren schweigend ihre Objektive auf den schwarzen Audi, der auf dem Wiener Ballhausplatz vorfährt. Glänzende Motorhaube, rechts vorne ragt aus ihr eine bundesdeutsche Flagge aus Metall, so groß wie zwei Tafeln Schokolade. Hinter der Scheibe blitzen die Umrisse von runden Stirnfransen hervor. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie ist angekommen.

Wien, vergangener Samstag, Christian Kerns Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt. Neun Regierungschefs, ein EU-Kommissar und der EU-Ratspräsident folgten der Einladung nach Wien. Neben Deutschland sind auch Griechenland, Mazedonien und Ungarn vertreten. Diese Länder liegen an der Balkanroute, über die sich viele Flüchtlinge ihren Weg nach Westeuropa bahnten - vor allem nach Deutschland.

Treffen wie diese hier in Wien kreisen im Grunde immer um dasselbe Dilemma: Einerseits möchte man die Zahl der Asylwerber reduzieren - dies wird mehr oder weniger explizit ausgesprochen. Andererseits aber

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