7 Sachen, die Sie über WARTEBÄNKE eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Im Ernst? Was gibt es über Wartebänke denn nicht zu wissen?

Na zum Beispiel, dass die neuen Wartebänke durch eine metallene Armstütze in der Mitte praktisch zweigeteilt sind.

Na und?

Dadurch kann man sich nicht mehr hinlegen, und Obdachlosen werden so Schlafplätze im öffentlichen Raum genommen. Um welche Bänke geht es da?

Um die, die in den Wartezonen öffentlicher Verkehrsmittel stehen. H

aben diese Armstützen einen praktischen Nutzen abseits der Obdachlosenabwehr?

Laut Wiener Linien wünschen sich viele körperlich eingeschränkte Fahrgäste diese zusätzlichen Stützen, um leichter aufstehen zu können.

Betrifft die Aufrüstung auch die Bänke in Wartehäuschen?

Ja, auch die Bänke, für die die Werbefirma Gewista zuständig ist, werden neuerdings mit diesen sogenannten Aufstehhilfen ausgestattet.

Wie viele Sitz- beziehungsweise Liegegelegenheiten betrifft das eigentlich?

Derzeit gibt es in Wien rund 1200 solcher Wartehäuschen. Sobald eine alte Sitzbank ausgetauscht werden muss, wird sie durch eine neue mit Aufstehhilfe ersetzt. In den vergangenen drei Jahren wurden in Wien rund 60 solcher zweigeteilten Bänke montiert.

Das sind ja eh nicht viele. Was ist daran also so schlimm?

Es sind nicht viele, aber es werden immer mehr, und auf diese Weise werden Obdachlose aus dem öffentlichen Raum vertrieben.


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