Landrand Ruralismus

Mountainbiken wird das neue Skifahren

Gerlinde Pölsler über das Mountainbiken, das bald sogar die Schulskikurse ablösen könnte

Landleben | aus FALTER 39/16 vom 28.09.2016

Zweitausend Mountainbiker transportiert die Schattbergbahn in Saalbach-Hinterglemm an schönen Tagen auf den Berg hinauf. Schon ein Zehntel der Salzburger Sommergäste ist wald- und almwärts mit den Radeln unterwegs. Plötzlich sind unausgelastete Seilbahnen auch in den warmen Monaten voll.

Darauf wiesen etwa hundert Tourismusfachleute und Trail-Bauer auf dem ersten österreichischen Mountainbike-Kongress in Saalbach hin. Gut, denn traditionelle Politiker und Touristiker übersehen den Trend vor lauter Fixierung aufs Skifahren. Und wollen nicht wahrhaben, dass für weiße Hänge wegen des Klimawandels immer größerer Aufwand betrieben werden muss.

Diskutiert wurde auch, wie Mountainbiker, Jäger, Grundbesitzer und Wanderer besser miteinander auskommen können. Dass das geht, zeigen einzelne Regionen. Dass es pressiert, wird leider auch klar: Eben fuhr ein Biker im Tiroler Bezirk Reutte gegen eine quer über einen Weg gespannte Angelschnur; Ermittler gehen von einer gezielten Anti-Radler-Aktion aus. In Stuttgart wäre ein Mann auf dieselbe Art fast geköpft worden. Und schon rollen die ersten E-Mountainbikes die Hügel hinauf.


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