Sport Glosse

Das Spiel ist auch ohne Lady Gaga gefährlich genug

Stadtleben | Johann Skocek | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Das ist eine Glosse unter Gefahr. Gaga. Lady Gaga. Am 5. Februar 2017 wird sie die Pause des Super Bowl bespielen. Das ist das Finale der US-amerikanischen Football-Liga. Die Spieler kriegen häufiger als der Rest der Jugend auf die Nüsse. Laut Washington Post haben viele Profis eins mit König Heinrich VIII. gemein: Gehirnschaden. Sie verdienen allerdings auch besser als Gleichaltrige. Der Super Bowl ist weltweit das größte, teuerste, geilste Einzelereignis.

Mehr als 100 Millionen Amerikaner schauen sich das im Fernsehen an. Warum Lady Gaga dort auftreten darf? Das neue Album "Joanne" kann nicht der Grund sein. Die Titelnummer klingt, als habe man die deutsche Elektropopband Kraftwerk mit einem Staubsauger abgemischt. Abhärtung für Fans und Spieler. Das Magazin Sports Illustrated berichtete 2009, dass rund 80 Prozent der NFL-Spieler zwei Jahre nach ihrem Rücktritt bankrott sind. Die apokalyptischen Videos von Frau Gaga sind quasi prophetisch. Wir brauchen aber nicht ätzen, der ÖFB spielt vor jedem Ländermatch "I Am from Austria". Dazu Marko Arnautovics Frisur und Bier-Werbung. Könnte die Gemeinnützigkeit kosten. Wegen gefährlichen Spiels mit jungen Seelen.


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