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Cyberkrieg: Österreich rüstet gegen Hacker auf

BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Medien | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

2010 schlug der Iran Alarm. Ein Computerwurm hatte sein Atomprogramm sabotiert. Sein Name: Stuxnet. Der Doku-Film "Zero Days", der im September in die deutschen Kinos kam (in Österreich gibt es keinen Verleih), porträtiert den legendären Computerwurm, der angeblich von Geheimdiensten programmiert worden war.

Die Gefahr von Cyberangriffen ist in Österreich längst Realität. Erst Anfang September wurde bekannt, dass anonyme Hacker den Flughafen Wien attackierten. Der Angriff konnte abgewehrt werden, aber Krisenpläne zeigen, welche Gefahren von Cyber-Angriffen ausgehen. Etwa großflächige Stromausfälle, die Österreich ins Chaos stürzen könnten.

Seit 2004 hat das Abwehramt des Bundesheeres ein "Cyber Defense"-Konzept. "Die Bedrohungslage hat sich inzwischen immer weiter verschärft", sagt Walter Unger, Abteilungleiter der "Elektronischen Dienste" im Heer. Das Verteidigungs- und das Innenministerium wollen nun ein stärkeres Bewusstsein für Cyberbedrohungen schaffen - und suchen gleichzeitig nach technikversierten Nachwuchskräften. "Das Phänomen ist aus den eigenen Reihen nicht mehr bewältigbar", sagt Michael Fischer, Vize-Chef des Bundeskriminalamts.


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