Nüchtern betrachtet

Der deutsche Herbst aus Sicht eines Vogelfreundes


Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Ach, es gilt ja nicht nur die Bodenaushubdeponie bei Schwadorf zu durchmessen oder den Spechtschneisen von Reith nach Neu-Mahrersdorf nachzureisen, es gäbe so vieles zu entdecken: in Potzneusiedl, in Prellenkirchen und in Pama sicher auch. "Wer einen Weg beschreitet, lässt einen andern aus, wer jede Straß' begehet, find't nimmermehr nach Haus'", heißt es bei Paul Gerhardt, EKG (Evangelisches Kirchengesangsbuch) # 361A. Deswegen soll man, so wiederum der große Sohn Gräfenhainichens, mit Singen und mit Beten gehn und treten, was einem Gott zu gehn und zu treten gibt, 's ist das eine so gut wie's andre.

Das stimmt zwar nicht ganz, denn natürlich gibt es auch Forststraßen oder jene erstaunlich extensiven suburbanen Landstriche, die sich verlässlich breitmachen, sobald man aus dem Walde in die Weinberge getreten ist und versucht, den Bahnhof von Bad Vöslau zu finden. Wahr nichtsdestotrotz sind die Worte des Reverend Yorick, dass die Welt öd und leer muss jenem erscheinen, der deren

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