Theater Kritik

Meisterlich-weibliche Stadtführung

Lexikon | MP | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Zwölf obdachlose Frauen hat Valerie Kattenfeld gefragt: Wodurch unterscheidet sich weibliche von männlicher Obdachlosigkeit? Die Mitgründerin der Initiative Supertramps, die Stadtführungen zu Orten von Menschen ohne Wohnung organisiert, wählt auch bei diesem Projekt den Stationen-Walk als Medium. Um die "Meisterinnen der Unsichtbarkeit" zu veranschaulichen, hat sie diesmal eine Schauspielerin engagiert. Ingeborg Schwab ist die fiktive Evelyn Meister, die die zwölf wahren Geschichten auf sich vereint: Sie kennt Wiens beste Orte für Gratisspeisungen, hofft auf einen Mietvertrag und wurde obendrein als Kind missbraucht. Das Konzept ist spannend, die Recherche fundiert. Was die Umsetzung holprig gestaltet, sind die arg langen Wege zwischen den einzelnen Stationen.

Treffpunkt Hauptbücherei, Mi, Do 16.00


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