Kleine Gockel, große Freude

Was tut man mit den neuen Biogockeln? Schmoren! Mit Riesling. Wie im Elsass

GERICHTSBERICHT: KATHARINA SEISER | Stadtleben | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Wer Eier isst, müsste jedes Jahr einen Gockel essen. Denn jede Legehenne hat einen Bruder, der in der schönen neuen Welt der Nahrungsmittelproduktionsoptimierung bis dato allerdings gleich nach dem Schlüpfen getötet wurde. Im Schredder oder mit Gas, jedenfalls überall auf der Welt, wo Legehennen gezüchtet werden, ganz egal ob bio oder konventionell, ob Freiland oder "vom Bauernhof"(die ja auch irgendwoher ihre Hennen beziehen müssen, wenn sie nicht selbst alte Geflügelrassen nachzüchten).

Irgendwann ist das sinnlose Töten dann endlich der Biobranche so gegen den Strich gegangen, dass sich die Biolegehennenzüchter, die Bioaufzuchtbetriebe und die Biomarken samt dem Handel zu einer seltenen Branchenlösung durchgerungen haben. Seit heuer werden die Brüder der Legehennen aufgezogen - und zwar vorerst nur im Biobereich und nur in Österreich.

Dass dabei solche Zwutschkerln mit rund einem Dreiviertelkilo herauskommen, ist der Genetik der Tiere geschuldet. Legerassen bzw. -hybride (eine

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