"Peter Alexander hat Country-Musik gemacht"

Der burgenländische Musiker und Produzent Thomas Pronai ist der Vorzeigebiobauer der österreichischen Popmusik

PORTRÄT: GERHARD STÖGER | Feuilleton | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Thomas Pronai hat etwas aus der Zeit Gefallenes. In seinem Hippie-Style könnte der 40-jährige burgenländische Musiker, Produzent und Tonstudiobetreiber sofort für die Hauptrolle in "Jesus Christ Superstar" vorsprechen: lange schwarze Haare, Bart ohne Hipsteralarm, sanfter Blick, ruhige Stimme.

Pronai, eine wenig bekannte, aber wichtige Figur im österreichischen Gegenwartspop, gehört tatsächlich einer spirituellen Gemeinschaft an. Seine Religion handelt nicht von Schuld und Sühne, sondern von warmen Klängen und optimalen Sounds. Pronais Mission ist es, bei der Aufnahme von Musik möglichst viel Atmosphäre, Seele und Leben einzufangen.

Der Computer sei dabei nur im Weg, sagt er, darum habe er ihn aus seinem Analogtonstudio in der Cselley Mühle im nordburgenländischen Oslip verbannt -was unter anderem der Wiener Liedermacher Ernst Molden zu schätzen weiß. Auf dem technischen Stand der ausgehenden 1960er wird hier mit konzentrierten Liveaufnahmen anstatt unzähligen einzelnen Tonspuren

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