Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Veltliner aus dem Kremstal

Ein Grüner Veltliner aus der Wachau, der immer passt

Stadtleben | B. TÓTH | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Supermarktweine! Ja, es gibt sie, und manche von ihnen sind gut. Man kann ja nicht immer auf dem Weg nach Hause die Vinothek mit den ausgesuchten Bioweinen aufsuchen, manchmal muss es schnell gehen.

Da empfiehlt sich zum Beispiel der Grüne Veltliner Kremstal DAC Frauengrund vom Winzer Josef Dockner. Seine Lagen sind ausgezeichnet, unter anderem bewirtschaftet er die Güter des Stiftes Göttweig. Die Stiftsherren wissen seit Jahrhunderten, was gut ist.

Dockners Grüner Veltliner ist archetypisch und entspricht ganz dem, was man sich unter einem trockenen, leichten Veltliner aus dem Kremstal heute so vorstellt. Er hat eine volle, goldgelbe Farbe, riecht fein nach grünem Apfel und zart nach grünen Kräutern, ist gerade richtig mit Säure versorgt, bleibt am Gaumen hängen, ohne aufdringlich zu sein. Mit 12,5 Prozent Alkohol ist er moderat, A la Carte gab ihm 91/100 Punkte, Falstaff 90/100.

Mit einfachen, weniger mit Weinkennerprosa aufgemotzten Worten: Er ist der ideale Tischwein für alle, die gerne einen kalten Weißen trinken. Das macht ihn auch zu einem guten Mitbringsel bei Einladungen, bei denen man nicht weiß, was es zu essen gibt. Man kann mit diesem Veltliner ganz sicher nichts falsch machen. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht natürlich für sich. Denn überteuerte Weine kaufen nur jene, die nicht wissen, welche die guten leistbaren sind.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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