Pop Tipps

Im Zeichen des Leidens und der Angriffslust

GS | Lexikon | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Ein Popalbum, randvoll mit Liedern über die Liebe? Gähn! Diese Reaktion auf "Und aus den Wolken tropft die Zeit", das Debüt von Isolation Berlin, wäre verständlich, aber falsch. Tobias Bamborschke, der Sänger, Gitarrist und Songwriter mit dem gebrochenen Herzen, klingt nämlich so unverdorben und überzeugend, wie man es im deutschen Gitarrenpop nicht alle Tage hört. Spürt er seinen Gefühlen nach, bemüht er weder hochtrabende Metaphern noch abgedroschene Bilder. Er benennt knapp, präzise und poetisch; die Musik dazu klingt mal nach Schrammel-Sixtiespop, mal nach Postpunk-Schroffheit und bisweilen gerne auch nach Ja, Panik - immer gut also. Nach zwei Konzerten im Rhiz sind Isolation Berlin nun in etwas größerem Rahmen zu erleben.

Fluc Wanne, So 21.00


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