IT-Kolumne

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Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Am 8. November sind die US-Präsidentschaftswahlen. Das Rennen könnte knapp werden, weshalb es seit dem Sommer sogar Apps gibt, die Enthusiasmus schüren sollen. Die demokratische Hillary Clinton ("Hillary 2016") bietet ein virtuelles Hauptquartier, das man einrichten kann, indem man Punkte verdient. Zum Beispiel soll ich klicken, dass ich für Clinton stimmen werde. Tu ich nicht, aber egal. Zehn Sterne tröpfeln zur Belohnung über den Bildschirm. Ob ich das auf Facebook teilen will, fragt die App. Nein, alles meins. Dann ein Quiz, "Trump or False". Ich bekomme mehr Sterne. Teilen? NEIN. Stattdessen löse ich die Punkte für einen virtuellen Eiskasten ein.

Bei Trumps "America First" ist es weniger bunt. Über einen Newsfeed rollen Tweets und Infos über Wahlkampfauftritte. "995 Action Points until Patriot" steht unter meinem Profilbild. Ich mache mich an die Arbeit: ein Quiz über den Vizepräsidentschaftskandidaten Mike Pence, ein Clip der letzten Debatte. "830 AP until Patriot". Puh. Mal schauen, ob es in Clintons Eiskasten eine Erfrischung gibt.


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