Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Universitätsstraße: Hier lernt man fürs Leben


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Früher erkannte man die Nähe einer Universität nicht zuletzt an der speziellen Infrastruktur der Grätzel - Buch-Antiquariate, Copy-Shops, Secondhandläden, Computer-Diskonter und billige Schrott-Cafés. Stimmt alles nicht mehr. Heute erkennt man die Nähe einer Universität an der steigenden Dichte von Pulled Pork und Pastrami.

Insofern blieb die Universitätsstraße dem alten Klischee eigentlich noch recht treu, der Hippnessfaktor ist gering hier, das Angebot aber dennoch bemerkenswert. Etwa, wenn man das Café Stadtkind hernimmt, das Sepp Fischer -mit Krah Krah, Fischerbräu und Blaustern so etwas wie der Erfinder der Wiener Szenebeisl-Kultur - vor drei Jahren hier aufmachte: Hellholz, eleganter 60er-Stil, großer Schanigarten mit riesiger Markise, durch Blumentopf-Wand vom Verkehr abgeschirmt, das schönste Lokal, das die Architekten Hanno Ganahl und Walter Ifsits je bauten. Gekocht wird vergleichsweise harmlose Szene-Küche, aber okay, toll essen auch noch, das wäre hier wahrscheinlich

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