Der Kick nach dem dritten Marathon

Adventure-, Extrem- und Obstacle-Rennen boomen. Ein bisserl auch in Österreich

PULSCHECK: THOMAS ROTTENBERG | Stadtleben | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Faris Al-Sultan war so richtig fertig. "Tolle Sache - aber echt nicht mein Ding", keuchte er auf der Ziellinie. Und ergänzte später, halbwegs erholt, "beim ersten Schwimmstück habe ich geglaubt, ich sterbe". Ingesamt musste Al-Sultan an diesem Tag 24 Mal ins Wasser. Das hatte elf Grad. Anfang September ist das zwischen den Schäreninseln vor Stockholm normal. Und ebendort hatte der deutsche Al-Sultan -als dreifacher Sieger des legendären Hawaii-Ironman-Bewerbes ein Superstar der Lauf-und Ausdauerszene -seine Grenzen ausgelotet: Beim "Ötillö".

Der Ötillö gilt derzeit als härtestes Eintagesrennen in der Welt der wilden Kerle und Kerlinnen. Die 65 Kilometer zu Lande und zehn im Meer gelten als die leichteren zwei der drei Renndisziplinen: Laufen, Schwimmen - und Wollen. Es geht von Schäreninsel zu Schäreninsel -immer in voller Montur: Laufen im Neoprenanzug, Schwimmen mit Schuhen.

"Swimrun" nennt sich das. In Skandinavien längst ein Mega-Ding: Heuer, bei der elften Ötillö-Auflage,

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