Passion für Perfektionismus

Stanley Kubrick gilt als einer der wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte. Eine Begegnung mit seinem Produzenten Jan Harlan

Feuilleton | FEATURE: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 40/16 vom 05.10.2016

Kaum einer der großen Filmemacher des 20. Jahrhunderts trat so weit hinter seinem Werk zurück wie Stanley Kubrick. Man weiß, wer Chaplin war und wie er aussah, selbst wenn man nie einen Film von ihm gesehen hat, Gleiches gilt wohl für Alfred Hitchcock oder heute auch Steven Spielberg.

Seine Filme - nur 16 an der Zahl, selbst wenn man die kurzen frühen Arbeiten dazurechnet - sollten für sich selbst stehen: vom Antikriegsfilm "Paths of Glory (1958) und dem Vladimir-Nabokov-Skandal "Lolita" über die apokalyptische Farce "Dr. Strangelove" und den zukunftsweisenden "2001: A Space Odyssey" bis zum Vietnamkriegsfilm "Full Metal Jacket" und dem Spätwerk "Eyes Wide Shut"(1999).

"Stanley ging nie ins Fernsehen, nie ins Radio, hat sich nie auf einen Dialog mit den Kritikern eingelassen. Pressekonferenzen -forget it!", erinnert sich Jan Harlan, sein Schwager und langjähriger Mitarbeiter. "Er mochte nicht Sachen erklären, von denen er meinte, dass sie im Film ziemlich eindeutig waren. Fragen


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