"So schön kann Wissenschaft sein!"

Zum Tode Brigitte Hamanns: Wie das Lebenswerk der Historikerin in der Wienbibliothek im Rathaus jetzt schon weiterlebt

Politik | Nachlassbesuch: Barbara Tóth | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Zehn Tonnen Material. Darunter 12.000 Briefe an 1700 Adressaten. Die Materialien für ihre Bücher und darüber hinaus, geordnet in 1000 Hängemappen. Eine Autografensammlung mit so historischen Schätzen wie dem Kaufvertrag des Schriftstellers Arthur Schnitzler für seine Villa in der Wiener Sternwartestraße, gekauft von ihr im Dorotheum 1998. Die vergangenen Dienstag verstorbene Historikerin Brigitte Hamann war nicht nur eine begeisterte Geschichtenerforscherin und -erzählerin, sondern eine begnadete Quellensucherin.

"Es gab nichts, was sie nicht interessiert hätte", erzählt Germanist Marcel Atze von der Wienbibliothek im Rathaus, der die Sammlung Brigitte Hamann seit dem heurigen Jahr aufbereitet. Vor ihm, ausgebreitet auf einem großen Tisch, in schwarzen Archivschachteln in Regalen und in losen Umschlägen geordnet liegt Hamanns Vermächtnis.

Man kennt sie als Autorin eindringlich geschriebener Habsburger-Biografien von Kronprinz Rudolf und Kaiserin Elisabeth. Mit ihnen erreichte


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