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Wenn den Eltern das Adoptivkind entgleitet

SF | Lexikon | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Ein Paar nimmt in einem afrikanischen Kinderheim seinen Adoptivsohn in Empfang. Es ist unsicher, aber voller Hoffnung. Es will dieses Kind retten, ihm die Welt eröffnen, alle Zoos und Vergnügungsparks besuchen. Aber der Junge ist nervös, ängstlich und durch Kleinigkeiten zu verstören. Erst nuschelt er, dann stottert er, dann hört er ganz auf zu sprechen. Auch in der Schule ist er ein Außenseiter und unnahbar. Berührend, ergreifend und ohne Voyeurismus dringt Wytske Versteeg in ihrem Roman "Boy" in die Seelen ihrer Figuren ein. Die Niederländerin, geboren 1983, ist Politikwissenschaftlerin und Essayistin und hat sich länger mit dem Thema Obdachlosigkeit befasst. "Boy" ist ihr zweiter Roman. Moderation: Stefan Gmünder.

Hauptbücherei, Fr 19.00


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