Es ist ein langer Weg an die Spitze

The Crispies und WarHoles zelebrieren Rock 'n'Roll zwischen großer Pose und düsterer Poesie

Feuilleton | Doppelporträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

"It's a long way to the top (if you wanna Rock'n'Roll)", wussten schon AC/DC und besangen 1975 im gleichnamigen Song die Nöte einer aufstrebenden Band zwischen miesen Gagen, miesen Clubs, miesen Absteigen und miesen sowie zu allem Überdruss auch noch gierigen Managern. Sie warnten die Jugend: "Tell you folks, it's harder than it looks."

Gehört wurden sie natürlich nicht; bis heute hat sich davon noch niemand abhalten lassen, selbst eine Band zu gründen. Trotz der endgültigen Sinnentleerung des Begriffs - spätestens, seit die Redensart "Du rockst das!" dank Privatfernsehen in den Sprachgebrauch eingesickert ist -und obwohl selbst alte Schlagerhasen wie Howard Carpendale heute statt Synthesizer-Kitsch gepflegte Gitarrenrock-Arrangements im niederen Drehzahlbereich bevorzugen. Kurz gesagt: Rock hat gesiegt und verloren. Aber er ist auch nicht umzubringen.

Rock 'n'Roll ist nämlich immer noch ein gutes Ventil, um auf schnellem Weg überschüssige Energien loszuwerden und damit jugendlichem


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